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Ein Problem, das unsere Orgel
hat
-
ihre Nachbarn jedoch
kaum
-
ist nicht ihr anzurech-
nen: Es ist die sehr trockene
Akustik, die dem Orgelbauer
klanglich fast nur die
Alternativen matt oder hart
lässt, eine Schwierigkeit, unter
der auch unser Chor leidet.
Trotzdem ist zu hoffen, dass
eine gründliche Aufarbeitung
unseres Instrumentes, die des-~
sen an sich richtige Konzeption
konsequent berücksichtigt, es
einsatzfähiger und in der
Funktion zuverlässiger werden
lässt, was vom Standpunkt der
Gemeinde aus gesehen sicher
sehr wünschenswert ist.
Abschließend soll nicht verges-
sen werden, auf die Aufgaben
der Orgel im Gottesdienst ein-
zugehen. Sie ist in der Lage, in
unseren stark wort- und gedan-
kenbetonten Predigtgottes-
diensten das emotionale und
meditativ ausdeutende Ele-
ment zu übernehmen. Dadurch
kann sie helfen, das gehörte
Wort zu vertiefen. Es wurde
schon erwähnt, dass der
Organist mit seiner Intonation
nicht nur Ton und Rhythmus
kurz angibt, sondern dass es
seine Aufgabe ist, auf den
Gehalt des Liedtextes hinzu-
führen. So soll auch das
Orgelvorspiel den Gottesdienst
vorbereiten, indem es Freude
oder andere Inhalte vermittelt,
auf die der Gottesdienst ausge-
richtet ist. In diesem Zusam-
menhang soll auch erwähnt
werden, dass das Orgelnach-
spiel kein „Hinausspiel“ ist, viel-
mehr sollte ein kurzes Nach-
spiel dazu dienen, die Gedan-
ken noch einmal zu sammeln,
um sie dann in der Stille mit-
nehmen zu können, anstatt sie
durch brausendes Orgelgetön
hinwegreißen zu lassen. Der
Organist ist hier gefordert,
noch einmal kurz die jubelnde
Freude oder auch den konzen-
trierten Ernst zu vermitteln.
Seine Pflicht sollte sein, musika-
lisch (die Musik gehört seit
Anbeginn zum Gottesdienst)
den Inhalt mitzugeben, nicht
aber zu unterhalten zwischen
den Wortteilen, und auch nicht
Beginn und Ende der Veran-
staltung mit seinen Akkorden
zu markieren und so mit den
Kirchenglocken zu konkurrie-
ren. Damit würde lediglich der
Spielraum für Verspätungen
ausgedehnt.
Ich wünsche der Gemeinde, dass
Orgel, Chor und Kinderchor
ihren Gottesdienst mit unver-
zichtbaren Beiträgen berei-
chern, ihr damit auch weiterhin
große Freude geben, die sie sel-
ber auch in ihren Gemeinde-
liedern findet.
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